Pulvermaterialien

Die verschiedenen Pulver sind in der Reihenfolge aufgeführt, wie sie auch im Lackaufbau verwendet werden:
Grundierung/Füller.
Dient als Sperrschicht (siehe Zinkprimer) für andere Metalle als Stahl, z.B. Alu, allerdings ohne aktive Anteile. Dabei nutzt man die größere Gesamtschichtstärke des Lackaufbaus. Dadurch erreicht man eine Verringerung der Diffusionsneigung der Beschichtung.
Wegen seiner füllenden Eigenschaften (deshalb „Füller“) und seiner guten Schleifbarkeit benutzt man solche Pulver auch zum egalisieren von Unregelmäßigkeiten (Dellen, Rostfraß) im Untergrund.

… Decklack.
Als Decklack (also Pulver mit Farbpigmenten) benutzen wir ausschließlich Polyesterpulver. Die von uns benutzten Polyesterpulver sind allesamt in „Fassadenqualität“ ausgeführt und besitzen eine GSB-Zulassung.
Solche Pulver besitzen eine sehr hohe UV-Beständigkeit, kreiden nicht aus, oder werden schnell matt.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, werden die einem sogenannten „Floridatest“ durchgeführt. Man überprüft damit in Florida
die Beständigkeit der Beschichtungen z.B. in Punkto UV-Stabilität.
Außerdem besitzen diese Polyesterpulver eine ausreichende Elastizität, um z.B. bei Steinschlag oder mechanischer Belastung nicht abzuplatzen.

Effektpulver.
Sind spezielle Pulver; Sie zeigen je nach Lichteinfall bestimmte Effekte, wie Glimmern, Funkeln, Glitzern.
Auch Lasurpulver (mit Farbpikmentren versetzte Klarlacke) ordnet man hierunter ein.

Metallics.
In der RAL-Tabelle findet man sie unter 9006 und 9007; es gibt natürlich auch noch Andere, auch in anderen Farben. Sie Alle haben Metallicpartikel beigemischt.

Damit die empfindlichen Metallicpartikel in der Pulverlackschicht nicht mit den Umwelteinflüssen reagieren und unschön werden, überzieht man die Metallicschicht noch zusätzlich mit einer Klarlackschicht.

Es gibt auch Metallics, bei denen das je nach Anwendung nicht nötig ist; das ist aber im Einzelfall abzuwägen.

Klarlack.
es ist ein Topcoat, ohne Farbpigmente. Diese Schicht wird zum Abschluß auf die darunterliegenden Lackschichten aufgebracht. Sie dient als Schutz, oder als „Brillanzverstärker“, bzw. kann man damit den Glanzgrad bestimmen (matt, seidenmatt, glänzend.)

Qualitätskriterium bei Klarlack ist für den Endkunden die Kratzfestigkeit und der Glanzgrad.
Der Beschichter muss noch einige andere Eigenschaften berücksichtigen, damit es zu einem „glänzenden“ Ergebnis kommt.

Zusammenfassung. Klarlack wird benötigt, wenn…
– … wenn Dir der übliche Obeflächenglanz in „Seidenglanz“ nicht genügt.
– … wenn Du eine hochwertige Metallicbeschichtung gewählt hast.
– … wenn man die Brillanz eines Effektlackes hervorheben möchte.

Schwarz.
weil es so beliebt ist, hab ich es hier extra aufgeführt:
Ein riesengroßer Teil der Beschichtungen, gerade im Restaurations- und Fahrzeugbereich erfolgt in Schwarz.
Die ausgewählten „Schwarzpulver“ reichen von matt und seiden matt bis zu glänzend und hochglänzend. Außerdem werden sie in verschiedenen Oberflächenstrukturen von glatt über Feinstruktur bis Grobstruktur eingesetzt.

Wenn Du etwas Anderes möchtest, ist das kein Problem. Wenn du im Vorab eine Farbe aussuchen möchtest, besorg Dir eine RAL-Karte oder sieh auf unserer RAL-Farbkarte nach.

Glanzgrad:
Standard ist Seidenglanz.
Möglich ist aber ebenso „matt“ oder „Hochglanz“.
– wir müssen es nur vorher wissen.

 

 

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