Stahl, Edelstahl, Zink, Guss

Stahl:
Epoxigrundierungen und-primer sind heutzutage so gut, dass man mit ihnen einen hervorragenden Korrosionsschutz erreicht.
Überzieht man diese dann mit einem hochwertigen Decklack hat man die Teile optimal geschützt.

Beschichtung von VA (Edelstahl)
Recht oft werden wir gefragt: „Kann man auch VA beschichten?“

– Klar! Kann man!
Man muss nur vorher etwas Arbeit investieren.

VA ist an der Oberfläche nicht so rauh, wie Stahlblech. Damit man trotzdem eine gute Lackverklammerung erreicht, muss man mit einem abrasiven Strahlmittel die Oberfläche strahlen und aufrauhen.
Das muss mit einem FE-freien Strahlmittel machen, um keine Oxydation auf die Oberfläche „draufzustrahlen“.

 Beschichtung feuerverzinkter Teile
Das Wichtigste: Ja, es geht. Aber nur mit hohem Aufwand!
Um aber weder uns die Nerven zu rauben, noch Dir das Geld aus der Tasche zu eiern, bieten wir das das Beschichten feuerverzinkter Waren nicht „aktiv“ an.

– selbstverständlich Beschichten wir solche Teile, aber nur ohne Gewähr und auf Dein Risiko.

Warum? – Nun, die negativen Einflußmöglichkeiten sind sehr umfangreich; außerdem sind sie von uns in den meisten Fällen nicht beeinflußbar und auch nicht nachweisbar.
Vor der Beschichtung können wir keine kongrete Aussagen darüber machen, wie die Teile nach der Beschichtung wirklich aussehen. Nach der Beschichtung von feuerverzinkten Teilen treten oft folgende Fehlerbilder auf:

– Während der Vernetzung ist das Zink ausgegast und dadurch sind in der Pulveroberfläche Blasen oder Krater entstanden.
– Die Beschichtung ist nicht ebenmäßig glatt verlaufen
– Die Beschichtung haftet nicht genügend auf der Oberfläche..

Es ist auch unterschiedlich, ob diese Fehler einzeln oder in geballter Ladung zusammen auftreten.

Die Gründe hierfür können u.a. sein:
– Weißrost,
– Austreten von Wasserstoff, CO2 und oder SO2 aus der Zinkschicht,
– die Zinkschicht ist zu dick,
– das Werkstück war zu lange im Zinkbad,
– etc.

Du merkst: Viele, nicht beeinflussbare Faktoren.

d.h. : kann gut gehen, muss aber nicht!

Mit folgenden Maßnahmen kann man versuchen, die Problemchen in den Griff zu kommen:

1. Die Zinkoberflächen werden gesweept, also angestrahlt mit nicht metallischem Strahlgut. – Das ist sehr kostenaufwändig und muss in Fremdarbeit erledigt werden. Wir selbst können das nicht.
2. Durch ein Aufheizen der Teile vor der Beschichtung, kann man eingeschlossene Gase weitestgehend austreiben.
3.
Heißbeschichtung. Hierbei werden die zu beschichtenden Teile nochmal erhitzt, und im HEISSEN Zustand beschichtet. Danach geht es zur üblichen Vernetzung wieder in den Ofen.
4.
Additive, bzw. spezielle Lacke: Die Lacke bleiben bei der Vernetzung länger „offen“, sodaß aus dem Zink austretende Gase noch entweichen können.

Die besten Aussichten auf eine zufriedenstellendes Beschichtungsergebnis bestehen nach den Erfahrungen anderer Beschichter aus einer Kombination von Sweepen und Heißbeschichtung (Grundierschicht und Decklack).

Bei der Beschichtung von bandverzinkten (ugs. gelbverzinkten) Materialien treten solch gravierende Probleme nicht auf.

Beschichtung von Guss?
– funktioniert!
Problem hierbei: die Ausgasungen.

Guss gast aus. Punkt!
Am Wenigsten von den Gussarten der Druckguss.
Die Ursachen dafür sind die Lufteinschlüsse in dem Material, und die Porösität des Materials.
Alles andere als förderlich wirkt sich auch oft die Bearbeitung von Guss auf das Beschichtungsergebnis aus.

So lassen sich zum Bsp. prima Polituren oder Schleifrückstände in den Guss einarbeiten.
Diese treten dann beim späteren Vernetzen im Ofen wieder aus und verwigen sich in der Lackoberfläche.
Sind solche Verunreinigungen in der Gussoberfläche vorhanden, muss gestrahlt werden.

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