Technisches zur Pulverbeschichtung

Eine qualitativ hochwertige und haltbare Pulverbeschichtung umfasst folgende Arbeitsschritte bei jedem Werkstück:

 

Die Reinigung

Dies ist die erste Stufe der Reinigung, z.B. mit einem Dampfstrahler um groben Schmutz zu entfernen. Auch Rost oder Zunder muss entfernt werden. Das geschieht meistens durch Schleifen, Bürsten oder evtl. Sandstrahlen.

 

Die Entlackung

Entlackt werden kann durch eine chem. Entlackung in einem Entlackungsbad, oder auch durch „Sand“strahlen. Bei sandgestrahlten Teilen ist allerdings eine anschließende Hochglanzpolitur nicht mehr möglich. – deshalb wenden wir überwiegend die chem. Variante an.

 

die Entfettung

Die Entfettung erfolgt meist durch Lösemittel oder wässrige Reiniger in einem erhitzen Tauchbad.

 

die Aufbringung von Konversionsschichten (Haftungs- und Korrosionsschutz- Schicht)

Es schließt sich das Aufbringen einer Konversionsschicht an. Die Entfettung reicht zwar für eine reine Oberfläche meist aus, jedoch vergrößern Konversionsschichten  durch ihre Rauhigkeit zusätzlich die aktive Oberfläche.

 

Spülgänge

zwischen allen Vorgängen müssen mehrere Spülvorgänge mit demineralisiertem Wasser durchgeführt werden

 

das Trocknen

die zu beschichtenden Teile müssen absolut trocken sein.

 

das Aufbringen des Beschichtungspulvers

Geschieht mit einem elektrostatischen Verfahren, bei dem (in meiner Anlage) das geerdete Werkstück mit polarisiertem Pulver besprüht wird.

 Im Detail: Ein Pulver/Luftgemisch wird durch einen Schlauch zu der Beschichtungspistole, transportiert. In dieser wird das Pulver elektrostatisch aufgeladen und durch Druckluft versprüht. Das aufgeladene Pulver hat das Bestreben, sich um das geerdete Werkstück zu legen und bleibt dort eine begrenzte Zeit lang haften, bis es möglichst schnell in den Ofen kommt.

 Voraussetzung ist, dass der zu beschichtende Werkstoff elektrisch leitfähig ist, wie Stahl, Aluminium etc. Es sind unterschiedliche Farben möglich. Auch Sonderfarbtöne, wie z.B. schwarz-matt, silber, gold, metallics, etc. sind verarbeitbar.

 

 die thermische Vernetzung (Einbrennen)

Das Werkstück wird nun in einen Ofen gehängt und je nach Pulver eine genau festgelegte Zeit erhitzt. Die Temperatur variiert zwischen 140°C und 220°C , je nach Pulverart. Dabei schmilzt das Pulver und verläuft zu einer Schicht. Diesen Vorgang nennt man „Vernetzen“.

 

Abkühlen

das fertig beschichtete Werkstück muss nun vollständig abkühlen, damit die Beschichtung widerstandsfähig ist.

 

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