was ein gutes Ergebnis verhindert

…oder sogar unmöglich macht.

Leider gibt es auch beim Pulverbeschichten einige Dinge, die man beherzigen muss, damit ein gutes Ergebnis überhaupt möglich ist.

Leider aber auch einige Dinge, die ein gutes Ergebnis unmöglich machen.

Das ist hier wieder Einiges zu lesen, aber es ist EXTREM WICHTIG!

– Etiketten und Aufkleber
,die auf die zu beschichtenden Teile aufgebracht werden sind besonders zeitraubend und unterbrechen den Arbeitsaublauf vollkommen unnötig..

Etiketten sind heut zu Tage oft mit chemikalienresistenten Klebern versehen. Ein einfaches Ablösen ist dann nicht möglich. Oft geht das dann nur noch mit Verdünnung und dauert eine Zeit lang.

Deshalb: Bitte keine Aufkleber auf zu beschichtende Teile.
Wenn ihr gar nicht drum herum kommt, dann klebt das Zeug dorthin, wo es nicht entfernt werden muss.

– Paketklebeband!
Auch Paketband hat an zu beschichtenden Teilen Nichts zu suchen!

Besonders die durchsichtigen Bänder sind extrem heimtückisch. – bleiben hiervon Reste auf den zu beschichtenden Teilen, ist die Beschichtung unbrauchbar, nachdem sie auf dem Ofen kommen.
Werden diese Teile dann zur Neubeschichtung vorbereitet  ist das sehr aufwendig. Die Kosten dafür stellen wir euch in Rechnung.

Wenn Du Packband verwenden magst, dann ist das kein Problem;- Aber bitte die Waren vorher z.B. mit Wellpappe oder PE-Folie umwickeln und dann erst mit Packband bündeln.

– Beschriftungen
mit „Edding“ (wasserfestem Schreiber) oder Fettstift müssen manchmal sein. Einzelteile oder Konstruktionen werden gern auf diese Weise gekennzeichnet. Manchmal wird auch die zukünftige Farbe auf die Teile geschrieben.

Sind diese Teile noch ölig oder dunkel, kann man die Beschriftung oft nicht erkennen. Somit wird diese Beschriftung dann auch nicht entfernt und anschließend überbeschichtet.

NACH der Beschichtung sieht man die Beschriftung dann umso besser:
Der Edding schlägt durch die Beschichtung durch und ist verewigt.
Auch dieses Teil muss dann einer Entlackung und anschließenden neuen Beschichtung mit allen Vorarbeiten unterzogen werden.

Grund: Die Beschriftungsstifte sind wasserfest, und schlecht zu entfernen. Sie drücken sich durch die Beschichtung durch; d.h., sie sind nach dem Pulvern in der Oberfläche zu sehen.

Wenn wir solche Markierungen entdecken, entfernen wir sie natürlich;
Leider erkennt man sie aber nicht.Aber oft sind diese Schriften nicht zu erkennen!

Die daraus entstehenden Kosten dafür sind hoch. – für den AUFTRAGGEBER!

Sind wir von euch nicht ausdrücklich auf diese Beschriftungsstellen hingewiesen worden, lehnen wir jegliche Garantie bei diesen Teilen ab!

Manchmal wird auch extra beschriftet, um beispielsweise die NICHT ERWÜNSCHTE Beschichtung einer Fläche zu kennzeichnen. Das ist natürlich völlig in Ordnung.

 

– Silikon
ist für einen Beschichter oder Lackierer Eines der schlimmsten Dinge, die es gibt.

Man sieht es nicht, man kann es auch nicht riechen.
Aber es ist in Dichtungen, Schweißsprays, Trennmitteln, Ölen, etc. enthalten.

Kommt das Werkstück auch nur einmal in Kontakt mit Silikon, ist es für die Beschichtung oder Lackierung erst einmalm unbrauchbar!

Das Anfassen eines Werkstückes mit silikonverschmutzten Fingern reicht aus, um das Teil unbrauchbar zu machen.
Warum?
Silikone sind hergestellt, um hitzebeständig, wasserfest und so gut wie möglich chemikalienresistent zu sein;

Um es zu entfernen, muss man diese Stellen extra mit Silikonentferner oder Azeton behandeln.

Am Sichersten ist, wenn ihr vor der Beschichtung den Kontakt mit Silikon vermeidet.

Ob ein Werkstück Kontakt mit Silikon hatte, sieht man immer erst nach der Beschichtung an den Fehlstellen. -Aber dann ist es zu spät!

Da aber ein Behandeln gegen Silikonrückstände extrem aufwändig ist, können wir das nicht „auf Verdacht“ bei jedem Teil durchführen.

Deshalb achte bitte peinlichst genau darauf:
                                          KEIN SILIKONKONTAKT!!!

 

 Verharztes Öl und Fett
bereitet immer wieder Probleme; Diese hartnäckigen Rückstände werden im Entfettungsbad nicht angelöst und somit auch nicht entfernt.

BeVOR du Etwas Schweisst, entferne Öl und Fett grundsätzlich aus den wärmebelasteten Bereichen. Dann läuft das Zeug wenigstens nicht in alle Ritzen.
Bei anderen Teilen wäre gut, wenn Du darauf achtest, daß solche Ware erst nach einer gründlichen Reinigung angeliefert wird. Zu solchen Kandidaten gehören z.B. Motorradschwingen, Hinterräder, Kettenräder, Differentiale,…

– Spachtelungen
sind ein heisses Thema. – Die üblichen Spachtelmassen, die man aus dem Karosseriebau kennt, dürfen auf keinen Fall  auf  die Werkstücke aufgetragen werden, die pulverbeschichtet werden sollen!

Diese Spachtelmassen halten den hohen Temperaturen beim “Einbrennen” nicht  stand. – Außerdem besitzen sie auch nicht die notwendige elektrische Leitfähigkeit zum Pulverbeschichten.

Es gibt speziell für die Pulverbeschichtung hergestellte Spachtelmassen; aber auch diese sind nur bedingt geeignet.

Das Verspachteln über große Flächen sollte man grundsätzlichl vermeiden. Auf diesen Spachtelstellen können Ausgasungen auftreten, oder die Spachtel kann sogar abplatzen.

Sprich bitte in jedem Fall mit uns, bevor Du Spachtelungen vornehmen willst.

Aber bring auf keinen Fall Füller oder Grundierung auf. Wir müßten Alles wieder entfernen, wenn wir für Dich beschichten sollen. Als Grundlage für eine Pulverbeschichtung benötigen wir immer das reine Metall.

– Schleifarbeiten
sind immer dann erforderlich, wenn z.B. Beulen beseitigt werden müssen. Oft muss man auch etwas Schleifen, um die Reparaturstelle an die umliegenden Bereiche anzupassen. Körnungen, die grober als 80er Korn sind sollte man aber vermeiden, da man die Schleifspuren später in den Beschichtungen sieht. Sofern Du über das nötige handwerkliche Geschick verfügst, kannst Du erforderliche Schweiß-, Löt- und Schleifarbeiten natürlich selbst durchführen.
Das spart Dir Bares..

– Lötarbeiten
Löten ist ein klassisches Verfahren bei der Karosserieaufarbeitung, das auch heute noch (zumindest wenn es sich um hochwertige Sanierungen handelt) angewandt wird. In letzter Zeit hat man diese “Kunst” wiederentdeckt und verwendet sie sogar wieder öfter.
Es gibt verschiedene Arten:

 – Hartlot
wegen der Verwendung von Flußmitteln im Hartlot, bleiben immer wieder glasharte Rückstände im Bereich der hartgelöteten Bereiche. Da hilft nur Strahlen, Beizen oder gründliches Putzen bevor man Beschichten kann.

– Weichlot
wird  im Metallbau selten verwendet.
Wenn doch, informiert uns vorher, damit wir den Ofen entsprechend niedriger temperieren. Sollten wir keine Kenntnis vom Weichlot haben, demontieren sich die Teile im Ofen von selbst, weil das Weichlot die üblichen Ofentemperaturen zwischen 195 und 220 Grad Celsius nicht aushält.

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