Preise vergleichen, Ja. – aber richtig!

 

Lies Dir die folgenden Zeilen in Ruhe durch. Sie werden Dir helfen, keine „bösen“ Überraschungen zu erleben!

Wenn Du Preise vergleichst, dann frag genau nach, was in dem Preis enthalten sind;
-denn oft wird nur gefragt „…was kostet denn das Pulverbeschichten von..?“
Die Frage ist schnell mit einem günstigen Preis beantwortet, denn der „reine“ Pulverauftrag ist günstig zu erledigen.
Aber wenn die Beschichtung vernünftig aussehen, und auch halten soll, steckt noch Einiges an Vorarbeit drin.

Kosten, die zu der reinen Beschichtung hinzukommen können sind z.B.:

  • die Bearbeitung von Bordsteinschäden (manch ein Lohnbeschichter bietet das gar nicht an)
  • Abdecken von Gewinden und Planflächen und Lagern, die nicht beschichtet werden sollen
  • die Entfernung von altem Lack
  • die Entfernung von Rost
  • eine sinnvolle Grundierschicht (ist bei uns standardmäßig im Preis enthalten)
  • evtl. Klarlackschicht
  • die Kosten für die Demontage von Reifen, Ventilen (machen die wenigsten Lohnbeschichter)

Außerdem solltet ihr fragen, wie eure Teile vorbehandelt werden, damit das Pulver dann auch hält. Eine Pulverbeschichtung ohne chemische Vorbehandlung (z.B. Phosphatieren, Chromatieren…) hat eine geringe Haftung auf mancher Oberfläche.

Alle Schritte, die VOR der Beschichtung gemacht werden müssen, erfordern Einiges an Material, Zeit, Strom und evtl. Brennstoff. Die Kosten dafür rechnet ein Beschichter in den Endpreis mit ein, denn auch Er muss sie bezahlen.

Die Endpreise richten sich auch danach, wieviele Lack/Pulverschichten aufgetragen werden:
Auf manche Teile muss eine Pulvergrundierung aufgetragen werden, auf Andere nicht.
Manchmal reicht es, wenn „nur“ eine Farbschicht aufgetragen wird, manchmal muss aber eine zusätzliche Klarlackschicht aufgebracht werden.
Jede dieser Schichten muss NACHEINANDER im Ofen eingebrannt (vernetzt) werden.

Das erfordert auch wieder: Zeit, Material und jede Menge Energie in Form von Strom und Brennstoff.

Alle diese Dinge solltest Du bei den Preisen erfragen, damit Du nicht „Äpfel mit Birnen“ vergleichst.

Bekommst Du von einem Beschichter extrem günstige Preise genannt, solltest Du überlegen, an welchem wichtigen Schritt gespart wurde, oder ob irgendwo noch versteckte Kosten auf Dich warten.

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